Eine fehlende GTIN ist kein Feld, das du mit irgendeiner Zahl auffüllen solltest. Kläre zuerst, welches konkrete Produkt verkauft wird und ob dafür eine Herstellerkennzeichnung existiert. Die interne Artikelnummer deines Shops erfüllt eine andere Aufgabe.

Drei Kennungen auseinanderhalten

Die Artikel-ID unterscheidet Datensätze in deiner Datenquelle. Eine Artikelgruppen-ID verbindet passende Varianten einer Produktfamilie. Die GTIN ist eine Produktkennzeichnung, die du aus einer verlässlichen Quelle übernehmen musst. Google beschreibt die Variantenbündelung mit item_group_id und behandelt fehlende Kennzeichnungen gesondert über identifier_exists.

Wähle eine kleine Produktfamilie und lege die vorhandenen Angaben nebeneinander:

  • Verkaufte Variante: Welche Farbe, Größe oder andere Auswahl erhält der Kunde?
  • Interne Zuordnung: Welche Artikel-ID und Familienzuordnung verwendet der Export?
  • Belegte Kennzeichnung: Welche Angaben bestätigt der Hersteller oder Lieferant?

Fehlende Daten nicht mit falschen ersetzen

Fiktives Beispiel: Drei Größen eines Shirts übernehmen dieselbe Kennzeichnung des übergeordneten Shopprodukts. Eine pauschale Kopie auf alle Varianten beseitigt zwar leere Felder, prüft aber nicht, welche Kennzeichnung zu welcher Größe gehört. Vergleiche die Varianten mit der Lieferantenliste, bevor du das Mapping änderst.

identifier_exists auf „false“ zu setzen ist ebenfalls kein allgemeiner Ausweg für eine fehlende Recherche. Ob das Attribut passt, richtet sich nach dem tatsächlichen Produkt und den von Google beschriebenen Voraussetzungen. Ungeklärte Kennzeichnungen gehören in eine offene Liste, bis sie belegt sind.

Die korrigierte Familie erneut exportieren

Prüfe nach der Änderung, ob jede Variante eine stabile Artikel-ID behält und die Familienzuordnung nachvollziehbar bleibt. Öffne außerdem die Zieladresse: Sie muss zur angebotenen Variante passen. Beim Abgleich von Preis und Verfügbarkeit kannst du denselben Datensatz weiterverwenden.

Produktdaten & Merchant Center bereinigen begrenzt die Bearbeitung auf bis zu 20 Varianten und zehn vereinbarte Felder einer Datenquelle. Nicht belegbare Herstellerdaten werden nicht erfunden. Neue Produkte, Lieferländer oder laufende Katalogpflege sind ein eigener Umfang.

Technische Quellen: Google Merchant Center: identifier_exists, Google Merchant Center: item_group_id.