„Ist der Kurs auch ohne Vorkenntnisse geeignet?“ Wenn du solche Fragen regelmäßig beantwortest, schau zuerst auf die Angebotsseite. Steht die Antwort dort? Und steht sie an einer Stelle, die Interessenten vor dem Formular lesen?
Stelle die Voraussetzungen direkt zur Kursbeschreibung, bevor Interessenten das Formular erreichen.
Die Kursvoraussetzungen stehen zu spät
Ein fiktives Beispiel: Eine Weiterbildungsseite beginnt mit einem Anfrageformular. Es fragt Beruf, Erfahrungsstand und gewünschte Termine ab. Erst darunter steht, dass der Kurs für Fortgeschrittene gedacht ist. Wer gerade anfängt, erfährt spät, dass das Angebot nicht passt.
Die Voraussetzungen gehören hier nach oben. Danach kommen Inhalte und Ablauf, schließlich das Formular. So lässt sich die Passung klären, bevor jemand persönliche Angaben einträgt. Die passende Reihenfolge ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot; eine Handwerksleistung braucht andere Informationen als ein Kurs.
Nimm für deine eigene Seite die letzten wiederkehrenden Fragen aus dem Arbeitsalltag. Notiere sie ohne Namen oder andere Kundendaten. Suche anschließend die Antworten auf der Website. Fehlt eine Antwort, hast du eine Aufgabe für den Inhalt. Ist sie vorhanden, aber kaum auffindbar, geht es um Anordnung und Beschriftung. Die W3C-Hinweise zur Inhaltsstruktur erläutern, wie Überschriften bei der Orientierung helfen.
Geh einmal bis zur Fehlermeldung
Teste das Formular in einer dafür vorgesehenen Umgebung. Lass eine Pflichtangabe leer. Trage danach eine ungültige E-Mail-Adresse ein. Ist der Fehler am richtigen Feld beschrieben? Bleiben die anderen Eingaben erhalten? Kannst du alles mit der Tastatur korrigieren?
Jedes Feld braucht ein dauerhaft sichtbares Label. Ein graues Beispiel, das beim Tippen verschwindet, reicht dafür nicht. MDN erklärt den Zusammenhang zwischen Labels und Formularelementen und empfiehlt, nur die Angaben abzufragen, die tatsächlich nötig sind.
Prüfe bei jedem Pflichtfeld den nächsten Arbeitsschritt. Brauchst du die Telefonnummer zum Bearbeiten dieser Anfrage? Falls du ohnehin per E-Mail antwortest, ist sie womöglich freiwillig. Eine gewünschte Uhrzeit für einen Rückruf gehört erst zu diesem Rückrufwunsch.
Prüfe auch den erfolgreichen Durchlauf: Sobald die Anfrage gespeichert ist, darf die Seite ihren Eingang bestätigen. Scheitert die Speicherung, muss sie den Fehler nennen und die Eingaben für einen erneuten Versuch erhalten.
Für die spätere Auswertung legst du fest, welche Anfragen zum Angebot passen und welche zu Aufträgen werden. Im Potenzialrechner kannst du diese Abschlussquote separat angeben und mit der angenommenen Zahl zusätzlicher Anfragen verrechnen.
Beim Anfragen-Check prüfen wir eine Start- oder Angebotsseite samt einem Kontaktweg. Ein neuer Designentwurf lässt sich bei Bedarf anschließend getrennt anfragen.