Soll dein Produkt aus drei festen Blickwinkeln zu sehen sein, sollen Besucher es selbst drehen oder im eigenen Wohnzimmer aufstellen? Diese Entscheidung bestimmt, welche Dateien und Funktionen du anfragen musst. Die Bezeichnung „3D für den Shop“ lässt das noch offen.

Ein Bild zeigt einen festgelegten Blickwinkel

Wenn du drei Ansichten für eine Produktseite brauchst, können Renderings genügen. Sie werden aus einem Modell berechnet und als gewöhnliche Bilddateien ausgeliefert. Besucher müssen dafür keine 3D-Technik laden. Das Modell ist die Grundlage; Licht, Kamera und Materialwirkung machen daraus das konkrete Motiv.

Ein fiktives Beispiel: Bei einem Lautsprecher beantworten Gesamtansicht, Rückseite und Anschlussdetail unterschiedliche Fragen. Drei fast identische Frontalbilder würden wenig zusätzliche Information liefern.

Ein Viewer macht das Modell bedienbar

Eine interaktive Ansicht erlaubt das Drehen und Zoomen. Dafür müssen Dateigröße und Detailtiefe zum Browser passen. Ein schwerer Konstruktionsdatensatz ist nicht automatisch ein geeignetes Webmodell. Das Austauschformat glTF mit seiner binären Variante GLB ist für die Übertragung von 3D-Inhalten vorgesehen.

Lege für die interaktive Ansicht Startperspektive, Zoomgrenzen und ein Ersatzbild fest. Prüfe auch die Modelldatei: Enthält sie die Rückseite, auf der die Anschlüsse sitzen? Besucher werden das Produkt drehen und diese Stelle sehen wollen.

Auswahl und Raumvorschau sind eigene Funktionen

Ein Konfigurator verbindet Optionen mit Modellvarianten. Dafür braucht es eine Liste gültiger Kombinationen. Wenn ein Einsatz nur in eine bestimmte Regalbreite passt, muss diese Regel ebenso feststehen wie das Aussehen.

AR ergänzt die Kameraansicht um ein Modell. Die verfügbaren Wege hängen von Gerät und Browser ab; die model-viewer-Dokumentation trennt Webdarstellung und benötigte AR-Funktionen. Eine Raumvorschau ergänzt verlässliche Maße, ersetzt aber kein Nachmessen.

Diese Unterlagen helfen bei der Abgrenzung

  • Vorhandene Dateien mit Dateityp und enthaltenen Texturen.
  • Außenmaße und scharfe Ansichten aller relevanten Seiten.
  • Materialreferenzen und Rechte zur Verwendung des Produktdesigns.
  • Gewünschter Einsatz: Bild, Clip, Viewer, Konfigurator oder Raumvorschau.
  • Details, die auch in einer Nahansicht erkennbar bleiben müssen.

Lass vorhandene Dateien vor einer neuen Modellierung prüfen. Sind Form und Materialien brauchbar, genügt für die Shopansicht eventuell die Webaufbereitung. Halte im Angebot fest, welche Vorarbeiten schon vorliegen.