In diesem fiktiven Sortiment gibt es einen Tisch mit zwei Längen, drei Gestellen und vier Oberflächen. Das ergibt rechnerisch 24 Kombinationen. Gestell A passt allerdings nur unter die kurze Platte. Der Konfigurator muss diese Einschränkung kennen, sonst lässt sich ein Tisch zusammenstellen, den niemand liefern kann.
Halte deshalb zuerst fest, welche Kombinationen dein Sortiment tatsächlich enthält. Diese Liste bildet die Grundlage für die Auswahl im Konfigurator und die spätere Übergabe an den Vertrieb.
Beschreibe Auswahl und Abhängigkeiten getrennt
Eine Option beantwortet eine einfache Frage, etwa „Welche Oberfläche?“. Eine Regel verbindet mehrere Antworten, etwa „Das Gestell A ist nur mit Platte 120 erhältlich“. Sammle beides in einer Tabelle, bevor jemand den Konfigurator programmiert.
| Merkmal | Auswahl im fiktiven Beispiel | Regel |
|---|---|---|
| Platte | 120 oder 160 cm | Beide Längen sind grundsätzlich verfügbar |
| Gestell | A, B oder C | A passt nur zur 120-cm-Platte |
| Oberfläche | Vier freigegebene Varianten | Gleiches Sortiment für beide Längen |
Lege fest, was bei einem Konflikt passieren soll. Wird Gestell A ausgewählt, obwohl zuvor 160 cm gewählt wurde, ist ein stiller Wechsel der Tischplatte eine schlechte Überraschung. Verständlicher ist eine erklärte Einschränkung, bevor die Person ihre Wahl bestätigt. Auch der Rückweg muss stimmen: Nach einem Wechsel auf 120 cm wird A wieder auswählbar.
Jede zulässige Kombination benötigt eine eindeutige Kennung. Namen wie „Eiche hell“ dürfen sich redaktionell ändern, ohne dass dadurch die Zuordnung zum Sortiment verloren geht. Halte außerdem fest, wer neue Varianten einpflegt und wer ihre Freigabe prüft.
Sichtbare Farbe und bestellbare Ausführung verbinden
Der Materialvarianten-Mechanismus von model-viewer erlaubt, benannte Materialien eines Modells auszuwählen. Das löst den sichtbaren Wechsel. Ob die Variante lieferbar ist, welchen Preis sie hat und unter welcher Artikelnummer sie weitergegeben wird, muss die Anwendung gesondert bestimmen.
Betrachte Auswahl und Bild gemeinsam bei der Abnahme. Die Zusammenfassung „160 cm, Gestell B, Oberfläche Natur“ muss exakt zur angezeigten Ausführung passen. Teste auch einen schnellen Wechsel mehrerer Optionen, während ein Modell noch lädt. Ein verspäteter Ladevorgang darf die aktuelle Wahl nicht wieder überschreiben.
Für Größenvergleiche helfen beschriftete Maße. Die Bildschirmdarstellung allein liefert keinen verlässlichen Eindruck der tatsächlichen Größe. Farben verändern sich mit Beleuchtung und Display; bei empfindlichen Materialentscheidungen bleibt ein echtes Muster sinnvoll.
Was soll nach der Auswahl passieren?
Für eine Anfrage übergibst du die Variantenkennung zusammen mit einer lesbaren Beschreibung der Auswahl. Soll direkt bestellt werden, kommen Preis- und Verfügbarkeitsdaten hinzu, die beim Bestellen erneut geprüft werden müssen. Lege diesen Übergang fest, bevor die Ansicht programmiert wird.
Prüfe den Übergang wie einen eigenen Arbeitsschritt: Bleibt die Auswahl beim Zurückgehen erhalten? Was sieht die empfangende Person? Ist die Kombination auch ohne Screenshot nachvollziehbar? Können veraltete oder manipulierte Variantenkennungen zurückgewiesen werden?
Der 3D-Produktkonfigurator ist im Katalog auf eine Produktfamilie und vereinbarte Auswahlregeln begrenzt. Eine neue Preisengine gehört nicht automatisch dazu. Falls Besucher lediglich Maße eingeben und ein Ergebnis erhalten sollen, reicht womöglich eine interaktive Funktion ohne 3D. Entscheide das anhand der Auswahlaufgabe, bevor du Modelle für jede Variante erstellen lässt.