Ein Hundegeschirr ist in fünf Farben und vier Größen erhältlich. Auf der Produktseite heißt die Größe nur „2“. Eine Interessentin kennt den Brustumfang ihres Hundes: 54 Zentimeter. Ohne zugeordnete Maße muss sie nachfragen oder die Auswahl aufgeben.
Dieses fiktive Beispiel dient als Testaufgabe: Ein passendes Geschirr auswählen und in den Warenkorb legen. Gehe den Weg am Smartphone durch und notiere, wo eine Information fehlt.
Die Auswahl braucht eine verständliche Übersetzung
Shopify bildet unterschiedliche Ausführungen eines Produkts als Varianten ab. Für Käufer müssen deren Bezeichnungen verständlich sein. Interne Artikelnummern helfen im Lager; an der Größenauswahl braucht es Maße, Passform und einen klaren Bezug zum Produktbild.
Beim Geschirr wäre eine Größenhilfe direkt neben der Auswahl sinnvoll. Zeige, wo gemessen wird, welcher Umfang zu welcher Größe gehört und was bei einem Grenzwert gilt. Verwende dafür die tatsächlichen Herstellerangaben. Eine pauschale Empfehlung wie „Nimm im Zweifel größer“ gehört nur auf die Seite, wenn sie für dieses Produkt fachlich stimmt.
Wechsle anschließend auf dem Smartphone die Farbe. Bleibt die gewählte Größe erhalten? Zeigt das Foto die neue Farbe? Ist erkennbar, welche Kombination lieferbar ist? Prüfe auch den Rückweg: Nach dem Öffnen der Maßtabelle sollte niemand die Auswahl von vorn beginnen müssen.
Bilder sollen offene Fragen beantworten
Das erste Foto zeigt das ganze Produkt. Die weiteren Bilder haben jeweils eine Aufgabe. Beim Geschirr sind das etwa die Verstellpunkte, der Verschluss und der Sitz am Hund. Ein zweites, fast identisches Freistellerfoto erklärt weniger als eine gut erkennbare Detailaufnahme.
Schreibe zu jedem vorhandenen Bild auf, was ein Interessent daraus erfährt. Bleibt bei mehreren Bildern dieselbe Antwort stehen, fehlt womöglich ein anderes Motiv. Vermeide dabei eine neue Unsicherheit: Ein Zubehörteil im Foto muss als enthalten oder separat erhältlich erkennbar sein.
Produktdetails dürfen ausführlich sein. Die entscheidungsrelevanten Angaben gehören trotzdem in die Nähe der Auswahl: Gesamtpreis, Lieferinformation, Größenhilfe und Lieferumfang. Ein Abschnitt am Seitenende ist für ergänzende Pflegehinweise geeigneter als für die einzige Erklärung einer Größe.
Eine Person ohne Hinweise durch den Shop gehen lassen
Bitte eine Person, die deinen Shop nicht kennt, um folgende Aufgabe: „Suche für den beschriebenen Hund ein passendes Geschirr in Grün und lege es in den Warenkorb.“ Gib ihr die benötigten Maße, aber keine Hinweise zur Bedienung. Beobachte den Weg, ohne jeden Suchmoment sofort aufzulösen.
Halte konkrete Stellen fest:
- Welche Information sucht die Person vor der Größenwahl?
- Welche Auswahl übersieht oder missversteht sie?
- Stimmen Produktbild, Farbe und Größe im Warenkorb mit ihrer Erwartung überein?
- Findet sie Lieferzeit und Versandkosten, bevor sie weitergehen möchte?
Wenn die Person die Größenhilfe erst nach einem Hinweis findet, notiere die Stelle und ihren Suchweg. Damit kannst du eine andere Platzierung entwerfen und erneut testen. Wie viele Besucher wegen dieser Hürde abbrechen, lässt sich aus dem einzelnen Durchlauf nicht bestimmen.
Falls schon die Produktauswahl in der Kollektion scheitert, beginnt die Arbeit früher. Mit Shopify Search & Discovery lassen sich bei kompatiblen Themes Filter für Kollektionen und Suchergebnisse einrichten. Wähle sie nach echten Auswahlfragen, etwa Größe oder Einsatzbereich. Ein Filter für jedes gepflegte Datenfeld macht die Auswahl unnötig lang.
Bearbeite zuerst den beobachteten Engpass und wiederhole dieselbe Aufgabe. Der Kaufhürden-Check betrachtet dafür eine Produktseite samt Warenkorb. Wenn die Auswahl technisch stockt, hilft dir der Ratgeber zu Shopify-Ladezeiten beim Eingrenzen.